Alles über Strauße

 

Gewicht: Strauße werden etwa 100 – 150 kg schwer.

Alter: Sie werden kaum älter als 16 Monate, dann werden sie in der Regel geschlachtet. Ansonsten können sie bist zu 70 Jahre alt werden.

Größe: Der Hahn kann eine Größe bis 2,50m erreichen, die Hennen werden ca. 2,00m groß. Damit sind Strauße die größten lebenden Vögel der Erde.   

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Geschwindigkeit: Strauße können bis zu 70 km/h schnell laufen. Als Anpassung an die hohe Laufgeschwindigkeit besitzt der Fuß nur zwei Zehen, das ist bei keinem anderen Vogel so.

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Lebensraum: Ursprünglich waren Strauße in trockenen Savannen Afrikas, Arabiens und Vorderasiens anzutreffen. In Deutschland jedoch nur in Farmen. Etwa 90% aller Strauße wird auf Farmen gehalten.

Sozialverhalten: Der Hahn sammelt sich einen Harem aus zwei bis fünf Hennen.

Die Balz: Die Füße und der Schnabel des Straußenhahns verfärben sich während der Balz rot. Die Bereitschaft zur Kontaktaufnahme zeigt die Straußenhenne mit Einnehmen der Demutshaltung, bei der Kopf, Schwanz und Flügel tiefgehalten werden und der Hals   s-förmig nach unten krümmt. Vor der Paarung zeigt der Hahn ein eindrucksvolles Balzverhalten. Das „Kanteling“.

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Nest: Das Nest ist eine flache Grube, die in den sandigen Boden gegraben wird. Dort hinein legen alle Hennen des Harems ihre Eier. Die Gelegegröße kann zwischen 15 und 50 Eier betragen.

 

Ei: Das durchschnittliche Ei ist ca. 15 cm lang und 13 cm breit, es wiegt nur 1,4% des Gewichtes des Weibchens. Die Menge entspricht etwa 25-30 Hühnereiern. Ein Straußenei kann über 80kg Belastung aushalten ohne zu zerbrechen. Besonders unsere kleinen Gäste sind ganz begeistert von den dicken Frühstückseiern auf denen man sogar stehen oder sitzen kann.

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mann2.jpg (78528 Byte)   mann1.jpg (37359 Byte)  Auch Männer mit beeindruckend großen Füßen hält es aus.

Legeleistung: Jede Henne legt etwa jeden zweiten Tag ihr Ei. (Unbefruchtete Eier werden geleert und gereinigt, um zu Dekorationsartikeln, Schmuck und Lampen verarbeitet zu werden.)

Brut: Sofern die Eier nicht für die Kunstbrut im Brutschrank geklaut werden. Das Männchen brütet bei Nacht, wobei seine dunkle Färbung eine gute Tarnung ist. Tagsüber übernehmen ein oder mehrere Weibchen das Brutgeschäft die sich mit ihrer unscheinbar, braunen Farbe kaum von ihrer natürlichen Umgebung abheben. Die Brutzeit beträgt ungefähr 40 Tage.

schlupf2011.JPG (148379 Byte)   schlupf2011_1.JPG (164245 Byte)  26 August 2011

Küken: Das Küken hat keinen Eizahn, wie etwa ein Hühnerküken, es muss die Eischale mit Muskelkraft sprengen.

schlupf2009.JPG (224515 Byte)   schlupf2009_1.JPG (208409 Byte)   schlupf2009_2.JPG (222269 Byte)   schlupf2009_3.JPG (242652 Byte) August 2010

schlupf2010.JPG (248597 Byte)   schlupf2010_1.JPG (354093 Byte)   schlupf2010_2.JPG (226961 Byte)   schlupf2010_3.JPG (232358 Byte)  September 2009

Sandbad: Das Sandbad dient der Gefiederpflege, gelegentlich aber auch als Nest.

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Ernährung und Verdauung: Strauße leben größtenteils vegetarisch, nehmen gelegentlich aber auch Insekten und andere kleine Tiere zu sich. Der Strauß frisst vorwiegend Körner, Gräser, Kräuter, Früchte, Raupen und Heuschrecken. Er kann ohne Wasser nicht überleben, daher nutzt er wasserspendende Pflanzen in Trockenzeiten. Wenn er viel Nahrung zu sich nimmt, fördert das die Fortpflanzungsbereitschaft. Der Strauß hat keinen Kropf und wie andere Vögel keine Zähne, deshalb frisst er Steine, um die Nahrung, die in seinem Magen liegt, wie mit Mahlsteinen zu zerkleinern. Die Nieren vermögen den Harn sehr stark zu konzentrieren. Durch starke Schleimabsonderungen in den harnabführenden Wegen wird verhindert, dass hierdurch auskristallisierende Harnsäure zu Verletzungen führen kann. Harn und Kot werden, als Besonderheit bei Vögeln, getrennt abgesetzt.

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Wie schlafen Strauße?  Für so ein Nickerchen strecken Strauße ihren Hals lang am Boden aus. Bei der kleinsten Bewegung jedoch schrecken sie auf und aus ist‘s mit dem süßen Traum.

DSCN0895.JPG (37959 Byte)   DSCN0907.JPG (320818 Byte)   Ein schlafendes Jungtier.     DSCN0902.JPG (44837 Byte)  

Warum Strauße ihren Kopf NICHT in den Sand stecken und wie das Gerücht entsteht!!!

Wenn Strauße das tun würden, bekämen sie Sand in Augen und Ohren.  Außerdem würden sie wegen des hohen Blutdrucks bewusstlos werden, wenn sie längere Zeit ihren Kopf unter Brusthöhe halten.

Mit Spitzengeschwindigkeiten von 60 bis 70 Stundenkilometern haben die Tiere gar keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Der Strauß ist in der Lage, mit seinen spitzen Zehen und einem gezielten Tritt einen Löwen zu töten.

Strauße graben eine rund 60cm tiefe Nestmulde. Wenn der Vogel nun seinen Schnabel benutzt, um die darin liegenden Eier zu drehen, so mag das aus einiger Entfernung und flimmernder Luft tatsächlich so aussehen, als stecke er den Kopf in den Sand.

Wie auch immer diese Falschinformation in die Welt geraten sein mag, sie ist Basis einer sehr beliebten Redewendung geworden, über die Zoologen nur den Kopf schütteln können.